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13.10.2026
11:00 Uhr
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Nach 25 Jahren schließt der beliebte Münchner Handwerksbetrieb seine Filialen. Über einen Bäcker, der seinen Mitarbeitern die Kündigung mit Tränen überreicht.

Erst vor acht Jahren zog Neulinger mit Backstube und Konditorei in die Gotzinger Straße in Sendling. Ende Oktober ist dort Schluss.
Foto: Mark Siaulys Pfeiffer
Als Ludwig Neulinger an diesem Freitagnachmittag die Bleche mit frisch gebackenen Brezen aus dem Ofen holt und auf den großen Tisch seiner Schaubäckerei stellt, drängt sich eine Schar Kinder um ihn. Die hölzernen Arbeitsflächen und Schubladenschränke sehen aus, als seien sie eigens für diesen Ort gebaut worden, an dem früher Bananen für den nahe gelegenen Großmarkt reiften. Hier gibt Neulinger seine Brezenbackkurse. Auf der anderen Seite der Plexiglasscheiben, die diesen Bereich vom Café trennen, sitzen die Eltern der Kinder und beobachten das muntere Treiben. Noch sind Backstube, Laden und Café voller Leben. In wenigen Tagen wird es hier still sein.
Ein Bauvorbescheid ist bewilligt – dabei hatten Parteien im Stadtrat gefordert, zuvor eingebunden zu werden. Ihr Ziel: Deutschlands besucherstärkstes Kino vielleicht doch noch zu retten.
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